Crunchtime und Blockstärke entscheiden: Köln holt 3:0 in Markkleeberg

16.02.2026

Nach zwei Niederlagen meldet sich DSHS SnowTrex Köln eindrucksvoll zurück. Beim abstiegsgefährdeten Gastgeber Neuseenland-Volleys Markkleeberg setzte sich das Team mit 3:0 durch – dank mentaler Stabilität in der Crunchtime und klarer Überlegenheit im Blockspiel.

Die Kölnerinnen freuen sich über den Sieg, die drei Punkte nach den unglücklichen Niederlagen zuletzt. Die Gastgeberinnen verpassten eine Überraschung. Auch wenn am Ende das Ergebnis eindeutig aussieht, so hat Markkleeberg Köln alles abgefordert und es fehlte nicht viel um zumindest einen Satz mitzunehmen und das kann dann ja Auswirkungen auf das ganze Spiel nehmen.

Eine geschlossene Teamleistung von DSHS SnowTrex Köln führt zu drei Auswärtspunkten. (Foto: Florian Zons)

Die Kölnerinnen bewiesen in dieser Partie wieder Nervenstärke und verwandelten auch einmal wieder Satzbälle bei etwas knapperer Führung. Ein Fakt, der in den letzten Spielen etwas abging. So konnte der fehlende Cheftrainer Jimmy Czimek eine souveräne Leistung seines Spiels aus dem Skiurlaub heraus beäugen.

Spielverlauf

Die Ausgangslage war klar: Als Tabellensechster der Sparda 2. Liga Pro reiste DSHS SnowTrex Köln mit Favoritenrolle nach Sachsen. Doch der Auftakt verlief alles andere als souverän.

1. Satz – Vom 0:7 zur Wende

Markkleeberg startete furios (7:0). Auch eine frühe Auszeit von Interimscoach Lasse Wittmüss beim 0:4 brachte zunächst keine Stabilität. Köln wirkte nach der langen Busanreise schwerfällig.

Doch mit zunehmender Satzdauer stabilisierte sich die Annahme, der Block bekam Zugriff – und Köln arbeitete sich Punkt für Punkt heran. Beim 20:20 kippte das Momentum endgültig.

Den Schlusspunkt setzte ausgerechnet Zuspielerin Annika Stenchly mit einem Block zum 25:22 – 1:0 Satzführung nach 29 Minuten.

2. Satz – Nervenstärke im Marathon

Der zweite Durchgang entwickelte sich zu einem echten Schlagabtausch. Markkleeberg blieb dran, Köln setzte immer wieder Blockakzente.

Beim 25:27 zeigte sich die entscheidende Qualität:

  • Zwei eigene Satzbälle vergeben
  • Einen gegnerischen Satzball abgewehrt
  • Abschluss mit zwei Blockpunkten

Gerade in der Endphase agierten die Kölnerinnen abgeklärt – ein Muster, das sich durch die Partie zog.

3. Satz – Kontrolle und physische Präsenz

Früh setzte sich Köln ab (6:2, 11:6). Trotz komfortabler Führung ließ das Team zwischenzeitlich zwei Matchbälle liegen, behielt aber die Kontrolle. Mit 25:19 war der Auswärtssieg perfekt.

Bemerkenswert:

  • Separates Einschlagen
  • Zehnminütige Satzpause nach dem zweiten Durchgang (Showact dauert sogar länger als die 10 Minuten)

Beides brachte Köln nicht aus dem eigenen Rhythmus.

Matchfaktoren

  • Blocküberlegenheit als zentrales Element
  • Überlegenheit in der Crunchtime
  • Mentale Stabilität nach 0:7-Rückstand
  • Effiziente Verwertung der Angriffschancen

Die Kommentatorinnen fassten es treffend zusammen:

Solider Block, solide aufgebaut und die Angriffschancen werden besser verwertet.

MVP-Ehrung mit der Verleihung des Faschingsorden (A.d.R. Karnelvalsorden, Übersetzung aus dem Ostdeutschen) 2026 des Markkleeberger Carnevals Club [v.l.n.r. OB Markkleeberg Karsten Schütze, Thora Bauer (Libera, Kapitänin Markkleeberg), Bürgermeister Markkleeberg Olaf Schlegel, Annika Stenchly (Zuspielerin, Kapitänin Köln), Hallensprecher Thomas (TM)]. (Foto: Florian Zons)

Stimmen zum Spiel

Aus dem Skiurlaub verfolgte Cheftrainer Jimmy Czimek die Partie und ordnete den Auswärtssieg wie folgt ein:

Trotz eingeschränkter Trainingswoche – beide Zuspielerinnen und eine Mittelblockerin konnten krankheitsbedingt nicht trainieren – präsentierte sich das Team stabil.

Meine Mädels und meine beiden Co-Trainer haben das vermeintlich leichte Spiel beim den akut abstiegsgefährdeten Marktleebergerinnen mit dem bestmöglichen Ergebnis nach Hause bringen können. Dabei hatten die meisten nur ein Balltraining in der Trainingswoche. Beide Zuspielerinnen und eine Mitte mussten krankheitsbedingt sogar komplett auf das Training verzichten. Also hatten wir nicht die besten Voraussetzungen.

Zwei Sachen sind aus der Ferne aufgefallen. Mein Team war den Gegnerinnen in der Crunchtime überlegen und hat die wichtigen Punkte in den Endphasen der Sätze geholt. Zum anderen haben die Mädels ihre physische Überlegenheit vor allen Dingen im Block ausgespielt. Mit ihrem Blockspiel haben sie den Gegner große Schwierigkeiten bereitet.

Statistisches

Faschingsorden (A.d.R. Karnelvalsorden, Übersetzung aus dem Ostdeutschen) 2026 des Markkleeberger Carnevals Club – Besitzerin „Karnevalsmaus“ Annika (Foto: Florian Zons)

Interview mit Annika Stenchly

Im anschließenden Interview zeigte sich Stenchly gewohnt locker, sprach über „Bus-Beine“, den „Kölner Domball“ – die hohen Pässe über die Mitte – und bekannte sich augenzwinkernd als „Karnevalsmaus“.

Das folgende Interview wurde aus dem Re-Live transkribiert [DYN Volleyball YouTube (kostenfrei), Timestamp: 2:22:22 (nur um es wieder „rund“ zu machen) . Aus dem Video konnte nur der Vorname der Kommentatorin extrahiert werden. Nadja ist eine ehemalige Libera der Mannschaft]

Kommentatorin Nadja:

So ich habe mir Annika geschnappt. Wie glücklich bist du über deinen MVP-Titel und über diese wundervolle Medaillie?

Annika:

Natürlich sehr glücklich, ich feue mich erstens hier zu sein, mega geile Halle, war hier noch nie drin. Ich freue mich über den Sieg, natürlich auch über die Medaillie. Vielen, vielen lieben Dank!

Kommentatorin Nadja:

Wir hatten dich so ein bisschen im Blick und haben uns schon gedacht: ‚Oh die Zuspielerin, die hat glaube ich so richtig Bock auf die Medaillie.‘ Bist du so eine Karnevalsmaus oder eher nicht?

Annika:

Ich komme aus Köln, ich bin in Köln geboren. Deswegen ja schon!

Kommentatorin Nadja:

Tut mir leid, dass ihr heute reisen musstet. Vielleicht findet ihr ja heute hier noch eine Party, aber wahrscheinlich fahrt ihr gleich wieder nach Hause, oder?

Annika:

Genau wir fahren jetzt direkt wieder mit dem Bus nach Hause, machen da natürlich ein bisschen Party, aber dann geht es morgen weiter mit Karneval feiern.

Kommentatorin Nadja

Ja, wir haben am Anfang ein bisschen überlegt, ob ihr vielleicht noch die Bus-Beine habt, ob ihr so in Fahrt kommen müsst. War das der Fall oder was denkst du, warum ihr da erst einmal 7:0 zurückliegt?

Annika:

Ja, ich meine, es ist schon immer anstrengend. Wir sind 10 Uhr morgens losgefahren, seitdem nur im Bus und es dauert manchmal ein bisschen Zeit, warmzuwerden, umso mehr freue ich mich, dass wir den Satz noch gewonnen haben und natürlich das Spiel.

Kommentatorin Nadja

Ja, ich glaube, das wäre für uns ein bisschen cool gewesen, den ersten Satz zu holen, dann wäre das Spiel vielleicht zumindest ein bisschen in eine andere Richtung gegangen, aber umso cooler für Euch, dass ihr ihn geholt habt. Uns ist besonders aufgefallen: Erst einmal Eure Taktik über die Mitte. Wie ist es für dich, diese turmhohen Pässe zu spielen?

Annika:

Ich meine sie funktionieren. Das ist so das Spiel, was wir spielen. Es gehört dazu, der Kölner Domball, wie er genannt wird. Solange er funktioniert, spiele ich den gerne.

Kommentatorin Nadja:

Wir fanden, dass ihr es einfach super abgezockt gelöst habt. Was denkst du jetzt, woran es heute lag positiver Weise?

Annika:

Ich würde sagen, wir haben al Team sehr gut zusammengearbeitet. Klar jeder macht einmal Fehler. Volleyball ist ein Fehlersport. Wir haben es trotzdem geschafft, auszugleichen und das mit einer so guten Teamleistung. Ich glaube da hatten wir so ein bisschen die Hand oben drauf.

Kommentatorin Nadja:

Ja absolut! Ich glaube unsere Mädels haben sich zu weiten Teilen gut gewehrt, aber dann irgendwie immer nicht so das finale Mittel gegen Euch gefunden. Auf jeden Fall Glückwunsch zum Sieg! War das klar, dass Euer Trainer nicht mitreisen wird? Ich hoffe, er feiert nicht wirklich Karneval heute.

Annika:

Der ist gerade im Urlaub und fährt Ski mit unserem Manager zusammen. Grüße Jimmy. Sie dürfen natürlich gern auch einmal in den Urlaub und dann übernehmen die Co-Trainer.

Kommentatorin Nadja:

Und die sind bestimmt auch richtig froh, dass sie mit einem Sieg in der Tasche nach Hause fahren.

Annika:

Ja selbstverständlich!

Kommentatorin Nadja

Ganz lieben Dank, dass du dir die Zeit genommen hast und viel Erfolg für die weitere Saison.

Annika:

Gerne. Vielen lieben Dank! Dann bis nächstes Mal.

Kommentatorin Nadja:

Ciao!

Das Team nach dem Sieg in Markkleeberg. (Foto: Florian Zons)

Ausblick

Am kommenden Samstag wartet auf die Kölnerinnen ein echtes Topspiel daheim:

🗓 Samstag, 21.02.2026 | 19:00 Uhr
📍 Halle 22, Deutsche Sporthochschule Köln
Gegner: Rote Raben Vilsbiburg (Tabellenführer)
🎟️ Jetzt Tickets sichern

Der Gegner im Netz

Die Mannschaft der Neuseenland-Volleys Markkleeberg auf der Seite der VBL findet ihr hier.

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