DSHS SnowTrex Köln schlägt Grimma mit 3:0 (25:12, 25:12, 25:11) und feiert den dritten Sieg im vierten Saisonspiel. In Halle 22 brauchten die Kölnerinnen keine einzige Auszeit. MVP wurde Emelie Siegner, auf Grimmaer Seite Meret Singer.

Ein Abend ohne Umwege
Es dauerte 70 Minuten, dann war der Arbeitstag beendet. DSHS SnowTrex Köln besiegte am Reformationstag die ESA Grimma Volleys in der Halle 22 der Deutschen Sporthochschule Köln mit 3:0 und gab dabei in drei Sätzen nur 35 Punkte ab. Für die Kölnerinnen war es der dritte Sieg im vierten Saisonspiel und der zweite 3:0-Erfolg in Folge. Grimma wartet nach vier Partien weiter auf den ersten Sieg.
Emelie Siegner wurde als wertvollste Kölner Spielerin ausgezeichnet, Meret Singer erhielt die Ehrung auf Grimmaer Seite. Die Partie war früh entschieden und blieb bis zum letzten Ball konzentriert.
Tempo von der ersten Berührung
Der Abend hatte einen Rhythmus, den der Gast nie unterbrach. Köln spielte die Sätze in einem Zug durch, ohne die üblichen Pausen aus Eigenfehlern: Aufschlag, Annahme, Aufbau, Abschluss griffen ineinander, als hätte jemand die Wiederholungszahl im Training hochgesetzt. Für Trainer Jimmy Czimek war es das perfekte Spiel. Der Auftritt kam dem nahe.
Vor 120 Zuschauern nahm Köln an diesem Abend keine Auszeit. Grimma verbrauchte alle sechs, zwei in jedem Satz, und keine davon änderte den Verlauf. Die Kölnerinnen hielten ihr Tempo auch über die Wechsel hinweg.
Satz eins: sechs Punkte und zwei frühe Auszeiten
Grimma erwischte den besseren Beginn und führte kurzzeitig 3:2. Köln glich zum 4:4 aus und zog dann sechs Punkte in Serie davon, vom 4:4 auf 10:4. Der Gast nahm beim 4:7 die erste Auszeit, beim 4:10 die zweite. Mehr Führung bekam Grimma in diesem Satz nicht.
Köln baute den Vorsprung über 18:8 und 22:9 aus. Beim 18:8 kam Anna Selle für Hannah Mörke, beim 22:9 Malou Da Silva Freitas für Milena Geist – beide Wechsel hielten das Niveau, ohne dass der Spielfluss brach. Nach 19 Minuten stand das 25:12.
Satz zwei: vier Punkte vorweg, dann Verwaltung
Der zweite Durchgang begann mit vier Kölner Punkten in Folge und war damit früh entschieden. Grimma nahm beim 2:6 die erste Auszeit, beim 5:12 die zweite; dazwischen zog Köln von 4:2 auf 9:2 davon. Nach dem 0:0 kam Grimma nie wieder zum Ausgleich, die Führung wechselte kein einziges Mal.
In der Phase, in der ein Spiel gewöhnlich kippt, blieb Köln ruhig. Statt das Tempo zu erhöhen, hielt das Team seine Muster und ließ Grimma laufen. Nach 21 Minuten endete auch dieser Satz 25:12.
Satz drei: sieben Punkte nach dem 9:5
Grimma wehrte sich am längsten im dritten Satz und hielt bis zum 9:5 mit. Dann kam die längste Serie des Abends: sieben Kölner Punkte in Folge zum 16:5. Innerhalb dieser Phase zeigte sich, was das Team in den vergangenen Wochen trainiert hatte: kurze Tips in die Störzonen, ein Block, der die Abwehr in Position brachte, und Aufschläge, die gezielt auf Außenangriff und Libera des Gegners gingen.
Grimma kam noch auf 16:8 heran, mehr ließ Köln nicht zu. Am Ende des Abends und dieses dritten Satzes stand das 25:11.
Kurze Tips, harter Aufschlag
Der Unterschied lag in der Konsequenz, mit der die Kölnerinnen einfache Muster durchzogen. Kurze Tips in die Störzonen zwangen Grimma zu langen Wegen und nahmen dem Aufbau das Tempo. Die Kette aus Block und Abwehr brachte den Gast immer wieder in Situationen, in denen nur noch der Notball blieb. Und wenn Grimma sich sortierte, kam der Aufschlag auf die Annahmespielerinnen und schnitt jeden Spielzug sofort wieder ab.
Dazu kamen die Lösungen, die sonst nur im Training zu sehen sind: der Line-Shot aus dem Rückraum, die Variante über den Einbeiner, die Entscheidung zwischen Blockout und Tip am Netz. Der Plan dahinter war einfach; entscheidend war die Präzision, mit der er ausgeführt wurde.
Alle punkteten: Breite statt Einzelklasse
Mit Emelie Siegner wurde die auffälligste Kölner Spielerin ausgezeichnet; getragen hat den Abend die gesamte Aufstellung. Die Punkte verteilten sich über alle Positionen. Annika Stenchly traf im Zuspiel durchgehend gute Entscheidungen und hielt das Tempo hoch, auch in den Phasen, in denen Grimma den Satz noch offen hielt.
Die Wechsel trugen ihren Teil dazu bei. Anna Selle kam in den ersten beiden Sätzen für Hannah Mörke, Malou Da Silva Freitas ersetzte Milena Geist in allen drei Sätzen. Die Intensität blieb in beiden Fällen gleich, der Spielfluss auch. Der Kader ist breit genug, um das Niveau zu halten, ohne dass die Mannschaft umstellen muss. Der Trainer hob auch noch einmal die Leistung von Rieke Niemeyer hervor, wobei gesonderte Hervorhebungen eigentlich nicht notwendig sind/waren, eben weil das Spiel ein Beispiel für eine mannschaftlich geschlossene Gesamtleistung darstellt.
Eine Spielerin zum Spiel
Für Anna Selle war der klare Heimsieg ein Zwischenschritt, dem sie die schwierigeren Aufgaben der kommenden Wochen direkt hinterherstellte:
Wir sind sehr zufrieden mit unserem 3:0-Sieg gegen Grimma. Als Team konnten wir eine geschlossene Leistung zeigen und vieles aus dem Training umsetzen. Die tolle Stimmung in der Halle und die Unterstützung der Fans haben uns zusätzlich gepusht. Uns ist aber bewusst, dass die kommenden Spiele schwieriger und knapper werden, weshalb wir weiter konzentriert arbeiten wollen.
Anfangsaufstellungen: ESA Grimma Volleys – DSHS SnowTrex Köln
Fotos: volleyball-bundesliga.de. Liberas laut Kaderliste im Spiel eingesetzt (X-Häkchen) – der Spielbericht hält nicht fest, in welchem einzelnen Satz genau, daher satzübergreifend aufgeführt statt pro Satz.
Ausblick
Am Samstag, 14. November, steht die nächste Auswärtspartie an: Köln gastiert um 19 Uhr beim SV Lohhof in der Sporthalle der FOS/BOS Unterschleißheim. Nach zwei klaren 3:0-Erfolgen in Folge ist die Reise nach Oberbayern der nächste Prüfstein – und nach Einschätzung des Teams eine Aufgabe, die enger werden dürfte als der Abend gegen Grimma.
Tabellarische Einordnung
Der Sieg bringt DSHS SnowTrex Köln auf Platz vier. Acht Punkte stehen nach vier Spielen zu Buche, der Spitzenreiter TV Waldgirmes hat elf gesammelt, aber schon eine Partie mehr absolviert. Bei gleicher Punktzahl entscheidet das Satzverhältnis; Köln liegt mit 10:5 vor Planegg-Krailling (10:6).
Die Platzierung ist ein Zwischenstand. Am Sonntag Nachmittag spielen noch VCO Dresden gegen NawaRo Straubing und SCU Emlichheim gegen SV Lohhof. Straubing kann mit einem Sieg an Waldgirmes vorbeiziehen, Emlichheim mit einem klaren Erfolg an Köln. Grimma steht mit einem Punkt aus vier Spielen auf Rang elf, Dresden könnte mit einem Sieg noch vorbeikommen. Wie die Tabelle am Abend aussieht, entscheidet sich ohne Kölner Beteiligung.

Eckdaten zum Spiel
| Wettbewerb | Sparda 2. Liga Pro, 4. Spieltag |
| Spiel | Nr. 3019, Partie bei der VBL |
| Datum | Samstag, 31. Oktober 2026, 19 Uhr |
| Austragungsort | Deutsche Sporthochschule Köln, Halle 22, Am Sportpark Müngersdorf 6, 50933 Köln |
| Ergebnis | 3:0 (25:12, 25:12, 25:11), Punkte 75:35 |
| Spieldauer | 1:10 Stunden, 19 bis 20.10 Uhr |
| Satzdauern | 19, 21 und 24 Minuten |
| Zuschauer | 120 |
| Offizieller Spielbericht | PDF bei SAMS |
Die Gäste im Netz
• Webseite ESA Grimma Volleys beim VV Grimma
• ESA Grimma Volleys auf Facebook
• ESA Grimma Volleys auf Instagram (esagrimmavolleys)

Links
Halloween in Halle 22: DSHS SnowTrex lehrt Grimma das Fürchten (Bericht veedels-blick.de)
Halloween in Halle 22: Köln empfängt die ESA Grimma Volleys (Vorbericht Webseite Köln)
DSHS SnowTrex Köln (Webseite), DSHS SnowTrex Köln (Instagram), DSHS SnowTrex Köln (Facebook)
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