Starke Nerven, starker Aufschlag: DSHS SnowTrex Köln siegt beim Spitzenreiter TV Waldgirmes mit 3:0

17.10.2026

DSHS SnowTrex Köln hat dem bisher ungeschlagenen Tabellenführer TV Waldgirmes die erste Niederlage zugefügt. Mit einem trotz personeller Sorgen überzeugenden 3:0-Erfolg setzten die Kölnerinnen in Atzbach ein starkes Zeichen. MVP Emelie Siegner prägte besonders den zweiten Satz mit einer außergewöhnlichen Aufschlagserie.

Köln entführt drei Punkte beim Tabellenfürer TV Waldgirmes (Foto: Florian Zons)

Tabellenführer entthront: Köln gewinnt 3:0 in Waldgirmes

DSHS SnowTrex Köln hat die richtige Antwort auf die Derby-Niederlage gegen die BayerVolleys Leverkusen gegeben. Beim bislang ungeschlagenen Tabellenführer TV Waldgirmes gewann das Team mit 3:0 (25:21, 25:13, 27:25) und nahm aus Atzbach drei wichtige Punkte mit. Köln reiste dabei mit einem durch Krankheiten und Verletzungen deutlich verkleinerten Kader an.

Doch auch die Gastgeberinnen mussten auf ihre Kapitänin und Libera Yva Cesar verzichten: Sie stand zwar im Kader, konnte verletzungsbedingt aber nicht eingesetzt werden. Umso bemerkenswerter war der geschlossene und konzentrierte Kölner Auftritt.

Emelie Siegner wurde zur wertvollsten Kölner Spielerin gewählt. Auf Waldgirmeser Seite erhielt Leonie Amann die MVP-Auszeichnung.

Klasse schlägt Masse: Notfallplan geht auf

Die personelle Ausgangslage verlangte der Mannschaft viel ab. Maike Brönhorst fehlte weiterhin nach einer Bänderverletzung, Hannah Mörke stand krankheitsbedingt nicht zur Verfügung. Malou Da Silva Freitas sammelte zeitgleich Spielpraxis in der zweiten Mannschaft. Sina Bruder kam nach ihrer Krankheit nur für dosierte Kurzeinsätze infrage. Auch hinter dem Einsatz von Emelie Siegner stand bis kurz vor Spielbeginn ein Fragezeichen. Sie lief nach ihrer Krankheitsphase direkt aus dem Krankenbett auf – und lieferte mit ihrer MVP-Leistung den nötigen Beweis ihrer Qualität.

Die Umstellungen waren bereits unter der Woche vorbereitet worden. Marina „Mary“ Müller übernahm die Libero-Position, um Sina zu entlasten und die Annahme sowie die Feldabwehr abzusichern. Die pragmatische Rollenverteilung gab dem kleinen Kader Stabilität. Köln bewies damit eindrucksvoll, dass individuelle Qualität und taktische Disziplin auch unter schwierigen personellen Voraussetzungen den Ausschlag geben können.

Früh in Führung, in der Crunchtime entschlossen

Köln erwischte im ersten Satz einen starken Start und setzte sich schnell auf 7:3 ab. Der TV Waldgirmes nahm früh die erste Auszeit, doch die Kölnerinnen blieben offensiv mutig. Vor allem Betty Lange übernahm in dieser Phase wiederholt Verantwortung im Angriff.

Waldgirmes fand anschließend besser in die Begegnung und verkürzte. Köln hielt jedoch dagegen. Beim Stand von 21:17 für SnowTrex nahm der Gastgeber die zweite Auszeit. In der folgenden Crunchtime stellte Köln zweimal in Folge mit einem Kill-Block zu und erhöhte auf 23:17. Nach mehreren Satzbällen und einer Kölner Auszeit beim 24:20 machte das Team den Satz mit 25:21 zu.

Siegner dreht mit Aufschlagserie auf

Der zweite Durchgang begann zunächst ausgeglichen. In der Satzmitte zog Köln dann entscheidend an. Beim Stand von 14:10 aus Kölner Sicht übernahm Emelie Siegner den Aufschlag – und sorgte mit einer außergewöhnlichen Serie dafür, dass aus der Führung ein 23:10 wurde. Mit fünf Assen in Satz zwei brachte sie den Annahmeriegel der Gastgeberinnen wiederholt unter Druck und bereitete den Weg zum klaren 25:13.

Die Zahlen unterstreichen die Wirkung des Kölner Aufschlag- und Blockspiels: Acht Asse und zehn direkte Blockpunkte standen am Ende für SnowTrex zu Buche; Waldgirmes kam auf drei Asse und zwei Blockpunkte. Siegner erzielte insgesamt 22 Punkte, darunter sieben Asse, elf Angriffspunkte und vier Blockpunkte.

Nervenstark zum Auswärtssieg

Im dritten Satz startete Waldgirmes besser und führte mit 4:1. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem keine Mannschaft sich entscheidend lösen konnte. Köln zeigte in der entscheidenden Phase zunächst die bessere Kontrolle: Vom 20:20 zog SnowTrex auf 24:20 davon und erspielte sich vier Matchbälle.

Der Tabellenführer kämpfte sich jedoch noch einmal zurück und glich zum 24:24 aus. Beim Stand von 25:24 hatte Waldgirmes sogar Satzball. Köln wehrte ihn ab, blieb ruhig und tütete den Erfolg mit drei Punkten in Folge zum 27:25 ein. Der knappe Schlusssatz war der passende Beleg für die mentale Stärke des Teams an diesem Nachmittag.

Mit dem 3:0 beim Spitzenreiter hat DSHS SnowTrex Köln nicht nur die Derby-Niederlage abgeschüttelt, sondern auch gezeigt, was mit Zusammenhalt, Mut und Konsequenz möglich ist.

Anfangsaufstellungen: TV Waldgirmes – DSHS SnowTrex Köln

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Fotos: volleyball-bundesliga.de. Für eine Spielerin ohne Foto im Live-Ticker-Datensatz steht noch kein Bild zur Verfügung – das ist die seltene Ausnahme, kein Darstellungsfehler. Liberas laut Kaderliste im Spiel eingesetzt (X-Häkchen) – der Spielbericht hält nicht fest, in welchem einzelnen Satz genau, daher satzübergreifend aufgeführt statt pro Satz.

Auszeit Wechsel Sanktion

Auszeiten, Wechsel und Sanktionen

    Ausblick: Am Reformationstag kommt Grimma nach Köln

    Am Reformationstag steht bereits die nächste Aufgabe an: Am Samstag, 31. Oktober 2026, empfängt DSHS SnowTrex Köln die ESA Grimma Volleys. Spielbeginn in Halle 22 der Deutschen Sporthochschule Köln ist um 19 Uhr.

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    Abschütteln, angreifen, punkten: DSHS SnowTrex Köln fordert Tabellenführer TV Waldgirmes (Vorbericht Webseite Köln)

    VBL-Matchcenter: TV Waldgirmes – DSHS SnowTrex Köln

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